Kirchengemeinde

Welche Bedeutung haben Kirche und christlicher Glaube für unsere Region? Vor allem haben die kirchlichen Gemeinden und Verbände die wichtige Funktion, ehrenamtliches Engagement zu vernetzen. Mit einer solchen Vernetzung knüpft die Kirchengemeinde an alte Qualitäten wie sich umeinander sorgende, füreinander verantwortliche Nachbarschaften an.

Kirche ist aber ebenfalls im Begriff, "Neuland" zu entdecken – das Neuland einer Gesellschaft, die immer weniger selbstverständlich mit Religion umgeht, wie auch das Neuland einer Kirche, die nach neuen Formen der Kommunikation des Evangeliums und kirchlicher Präsenz sucht.

Pfarreien

Dekanat Kaufbeuren
Pfarrer Günter Neuner
Pfarrei: Pfarrgasse 1, 87679 Westendorf
Tel. 08344-370,  Fax 08344-9213506
st.michael.westendorf@bistum-augsburg.de
Das Pfarrbüro ist am Freitag von 13 bis 15 Uhr besetzt

Pfarrer Neuner betreut auch die Pfarrei in Gutenberg.

Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Christuskirche
Pfarrer Sebastian Stahl (Tel. 08341-989480)
Pfarramt: Falkenstr. 16, 87600 Kaufbeuren
Tel. 08341-62192, Fax 08341-62194
pfarramt.kaufbeuren-neugablonz@elkb.de
www.christuskirche-kaufbeuren-neugablonz.de

 

Lust auf Kirche

Wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.
Neues Testament. Das Evangelium nach Matthäus

Kirche St. Michael Westendorf

St. Michael in Westendorf

Die katholische Pfarrkirche liegt am südwestlichen Ende der Gemeinde Westendorf. Die erste Kirche dürfte an dieser Stelle bereits im 11. oder 12. Jahrhundert erbaut worden sein. Diese erste Kirche wurde im Jahre 1849 abgerissen. Im selben Jahr wurde mit dem Bau der neuen Kirche begonnen. Diese Kirche ist St. Michael geweiht, steht an alter Stelle und grüßt mit ihrem spitzen Turm hinunter ins Dorf.

In den Jahren 1966/67 wurde die Kirche hauptsächlich mit Spenden der Bevölkerung und freiwilliger Arbeit erweitert und renoviert. 1979/80 wurde das Gotteshaus einer gründlichen Außenrenovierung unterzogen.

Und auch in jüngster Vergangenheit, im Jahr 2015, war St. Michael wieder eingrüstet. Viele Eimer weißer Farbe lassen das Gebäude nun neu erstrahlen.

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Kirche St. Peter und Paul in Dösingen

St. Peter und Paul in Dösingen

Die Pfarrkirche von Dösingen dürfte um 1400, der Chor jedoch erst im fortgeschrittenen 15. Jahrhundert am nördlichen Dorfende gebaut worden sein. Die barocke Erneuerung begann 1694 mit der Vergrößerung der Fenster, 1695 erfolgte der Neubau der Sakristei. Das Vorzeichen wurde 1773, die beiden oberen Geschosse des Turms 1783 errichet. Neuromanische Restaurationen wurden 1864/65 und 1899 durchgeführt. Bei der letzteren wurde die Empore erneuert. Die erste gründliche Turmrenovierung erfolgte im Jahre 1936.

Unter Kirchenpfleger Josef Nadler wurde im Jahre 1966 der Kirchturm innen und außen sowie der Glockenstuhl und das Gewölbe über der Absiss saniert. Ebenso wurde der Friedhof erweitert. Besonders sehenswert in der Kirche sind das Chorgestühl und die Kanzel aus Kirschbaumholz.

Die Kirche wurde seinerzeit so weit im Norden des Ortes errichtet, weil auch ein Teil von Westendorf zur Pfarrei Dösingen gehörte. Ob vor 1400 noch eine frühere alte Holzkirche vorhanden war, ist nicht belegt aber wahrscheinlich, weil die Christianisierung bereits nach 800 erfolgte.

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Ansicht Antoniuskapelle Dösingen

Antoniuskapelle in Dösingen

Am westlichen Ortseingang von Dösingen steht die gemeindeeigene "St. Antonius" Kapelle. Vor dem Jahre 1690 stand an dieser Stelle eine Bildsäule. Die Antoniuskapelle entstand unter ganz besonderen Umständen. Im Jahr 1690 fing der Bauer Martin Löcherer an, dort eine Kapelle zu Ehren von Jesu, Maria und Josef zu bauen. Er hoffte das notwendige Geld erbetteln zu können. So oft ihn auch Dekan Kienle und der Bischof Alexander Sigismund abwies, beharrte er doch auf seinem Vorhaben und führte es auch aus. Im Jahr 1707 fanden die Visitatoren dort eine Kapelle zu Ehren des Hl. Antonius von Padua und sogar die notwendigen Paramente und die Erlaubnis zu zelebrieren vor.

Im Jahre 1744 war die Kapelle alt und ruinös, doch die Gemeinde hatte sie lieb gewonnen und erbaute mit lauter freiwilligen Spenden eine neue Kapelle. Im oben genannten Jahr wurde auch ein neuer Kreuzweg für die Kapelle beschafft, um wie es im Schreiben des Pfarrers Brenner heißt "das nachmittägliche Auslaufen und andere Exzesse der Jugend" zu verhindern.

Im Jahre 1805 wäre diese Kapelle fast als unnötig abgerissen worden, doch die politische Gemeinde Dösingen hat sie durch Ankauf vor diesem Schicksal bewahrt. Mit den Jahren ist die Kapelle wieder in einem jämmerlichen Zustand verkommen. Unter Bgm. Josef Singer wurde die Kapelle in den Jahren 1986 bis 1988 mit hohem Kostenaufwand innen und außen einer gründlichen Sanierung unterzogen. Die Antoniuskapelle kann nun als Schmuckstück und wahres Kleinod der Gemeinde bezeichnet werden. Im Jahre 2007 fand eine 300-Jahr-Feier zum Bau der Kapelle unter großer Beteiligung der Bevölkerung statt.